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Athen Marathon am 12.11.2017

Finisher Medaille Athen Marathon 2017 Finisher Medaille Athen Marathon 2017

Link: Athen Marathon | Stecke | Ergebnis
Sa. Von Münster/Osnabrück geht es über Frankfurt nach Athen. Nach der Landung gegen 1:00 Uhr, fahren wir um 1:20 Uhr mit der Buslinie X95 (6€ p.P.) in ca. 60 Minuten zum Syntagma-Platz. Von hier aus sind es nur noch 20 Minuten Fußweg bis zu unserem Hotel.
So. Am anderen Morgen fahren wir mit Metro und Straßenbahn zur Startnummernausgabe auf der Marathon-Expo , in einer Halle auf dem Olympiagelände. Anders als in Lissabon vor 4 Wochen, muss man hier nicht 1,5 Stunden anstehen, sondern es dauert nur wenige Minuten bis man seine Startnummer in der Hand hält. Danach weiter mit der Straßenbahn in die Nähe der Akropolis. Als wir um kurz nach 16:00 dort ankommen, erklärt man uns am Eingang, dass um 17:00 Uhr geschlossen wird und die Zeit, um alles wegzuglotzen, wohl nicht ausreichen wird. Damit unser Zeitplan aber nicht durcheinander gerät, gehen wir trotzdem hinein, was sich im Nachhinein als richtig herausstellt, da wir auch im Schnelldurchlauf einen guten Eindruck bekommen. Gleichzeitig werden bei mir auch die alten, schönen Erinnerungen vom Spartathlon 2011 aufgefrischt, der ja bekanntermaßen von hier oben gestartet wird.

Um 5 Uhr stehe ich auf und um 6 Uhr gehe ich zum, nur ein paar hundert Meter entfernten, Omonoia Platz, wo Shuttlebusse zum Start abfahren sollen. Um kurz nach sieben ist das kleine Städtchen Marathon erreicht. Es bleibt also noch genügend Zeit, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und um noch ein wenig abzuhängen. Athen Marathon Logo

Fast pünktlich um 9:00 Uhr erfolgt an diesem historischen Ort der Start. Hoffentlich bin ich gestern nicht zu viel herum gelatscht, denn ich würde heute doch gerne einigermaßen deutlich unter 4-Stunden bleiben. Bei Kilometer 4 noch eine kurze 2-Kilometer-Schleife in Richtung Marathon Beach, aber danach geht es auf der breiten Hauptstraße zurück nach Athen. Im Vorfeld hatte ich befürchtet, dass die Strecke, nur auf der Hauptstraße zurück nach Athen, nicht so besonders toll ist, was sich dann aber nicht bewahrheitet. In den Orten sind immer viele Leute am Straßenrand, die eine tolle Stimmung verbreiten. Alle sind super freundlich und man wird fast durchgängig angefeuert. Auch erhalte ich auffällig oft positives Feedback wegen meiner doch recht auffälligen Kluft. Der FC Bayern scheint auch in Griechenland sehr bekannt und beliebt zu sein, was mich eigentlich garnicht wundert. :-)
Jeder Kilometer ist mit einer großen Flagge markiert, was aber eigentlich nicht notwendig gewesen wäre, da man hier auf der historischen Marathonstrecke läuft und jeder Kilometer ohnehin durch ein entsprechendes, permanentes Schild gekennzeichnet ist. Verpflegungsstellen gibt es ab km5 alle 2,5 Kilometer. An jeder 2. Station werden auch immer nasse Athen-Marathon-Schwämme ausgegeben. Ich finde es komisch, dass ich keinen sehe, der die Schwämme mitnimmt, denn die Dinger taugen super als schönes Andenken.

Obwohl ich mich schon von Beginn an nicht so besonders fühle, erreiche ich die Halbmarathonmarke nach 1:55 Stunden. Wenn ich das durchlaufen könnte, wäre ich damit für heute sehr zufrieden. Leider verschlechtert sich aber schon bald danach mein Zustand zusehends. Etwas Abwechslung und Ablenkung ergibt sich aus ein paar Unterhaltungen, unter anderem mit einem weiteren Spartathlon-Veteran aus Sparta.
Mein Kilometerscnitt hat sich mittlerweile auf knapp 6 Minuten/km verringert. Ich bin bei Kilometer 30 angelangt und meine Rechnung ergibt, dass ich bei diesem Tempo, den Kilometer 42 erst bei genau 4 Stunden erreiche. Das ist übel und deprimiert mich, denn ich wollte hier ja unter 4-Stunden bleiben. Dann ein Kilometer mit einer leichten Steigung, für den ich sogar 6:20 Minuten gebrauche. Das ist übel. Ich verliere fast jegliche Hoffnung, probiere aber trotzdem mein "Tempo" aufrecht zu erhalten. So schaffe ich es irgendwie, auf dem nächsten Kilometer, diesmal mit etwas Gefälle, die verlorenen 20 Sekunden wieder aufzuholen. Es sind genau 3 Stunden vergangen und noch 10,2 Kilometer zu laufen. Wenn ich das Tempo von dem letzten Kilometer halten kann, könnte ich noch die Zeit für die letzten 200 Meter herausholen. Das spornt an. Ich will es auf alle Fälle, zumindest probieren. Laut Streckenprofil war es auf den letzten 14 Kilometern recht hügelig, d.h. es ging immer leicht bergauf. Ich habe die Strecke aber als nnicht besonders schwieriglig empfunden, aber nun soll es fast nur noch leicht bergab gehen. Das wird helfen.
Obwohl ich ja schon nicht schnell unterwegs bin, kann ich noch einige Kollegen überholen, denen es offensichtlich noch schlechter geht. Gleichzeitig kann ich auch noch einiges an Zeit gutmachen, sodass ich mir bei Kilometer 37 schon wieder fast sicher bin, dass ich heute doch noch unter 4 Stunden bleiben werde. So schnell ändern sich die Zeiten, wenn man nicht aufgibt. Jetzt aber nur nicht nachlassen! Dann ist es soweit. Das Panathinaiko Stadion ist erreicht. Das Stadion ist eine Rekonstruktion des historischen Olympiastadions von 1896 mit einer einmaligen Atmosphäre. Noch ca. 150 Meter auf der langen Geraden, dann ist es mal wieder geschafft. 3:57:31 Stunden. Damit kann ich, nach meinem Durchhänger zwischen Kilometer 23 und 31, gut leben.



Ich treffe Dori wieder, die im Stadion auf der Tribüne gewartet hat, und wir gehen in unser, ca. 3 Kilometer entferntes, Hotel zurück. Am Nachmittag und Abend gibt es dann noch einen ausgedehnten Sightseeing Spaziergang.
Mo. Um 11:00 Uhr fahren wir mit dem Flughafen-Shuttlebus X95 zurück zum Flughafen. Leicht verspätet geht es um 14:45 Uhr weiter nach Frankfurt. Da sich die Landung in Frankfurt dann aufgrund einer Flughafensperrung auch nochmal um einige Minuten verzögert, kommen wir erst 15 Minuten vor Abflug am Gate an. Da aber der Bus zum Flieger vor 2 Minuten abgefahren ist und man keine Möglichkeit mehr sieht uns noch zum Flugzeug zu bringen, verpassen wir den Abflug, was uns weitere 3,5 Stunden Aufenthalt in Frankfurt beschert. Danke Lufthansa. Um 21:20 Uhr sind wir dann endlich auf dem FMO und gegen 22:00 Uhr in Osnabrück.
Zwischenzeiten


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last update: 19.11.2017